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Island – Oder Fischerherz was willst Du mehr ! Ein Bericht von Manuel Plösser

  • Geschrieben von LAX-A Angling Club

Schon als kleiner Junge galt meine Aufmerksamkeit dem Fischen und der Natur. Aufgewachsen am schönen Bodensee, hatten wir viele Möglichkeiten in einer unberührten Natur unsere Erfahrungen mit der Fliegenrute zu machen. Wovon ich jedoch stets träumte, war eines Tages einen Lachs zu fangen! Viele Jahre später sollte ich mir meinen Kindheitstraum erfüllen können. Als ich anlässlich eines Geburtstages von Freunden und Familie gefragt wurde, was ich mir wünsche, bat ich um einen kleinen Beitrag für meine Fischspardose. Ein kleiner Grundstein war gelegt und so begann meine Geschichte.

Über einen Freund hatte ich Kontakt zu einem isländischen Reiseunternehmen aufgenommen und fand in diesem, ein exzellent und höchst professionelles Unternehmen. Meine Reise sollte also nach Island an den Fluss West Ranga gehen.
Vorfreude ist doch die schönste Freude! Ab dem Tag meiner Buchung war es um mich geschehen. Fliegenbinden, Recherche welche Schussköpfe und Vorfächer und so weiter. Ein Freund schrieb ein Buch mit dem Titel 'Lachsfieber'. Ganz offensichtlich war ich daran schwer erkrankt. Ohne Fleiss keinen Preis – ich besuchte Wurfkurse um im Werfen mit einer Zweihandrute sicherer zu werden und durfte in die kleine aber feine Szene der Lachsfischer hineinschnuppern. Nichts aber auch gar nichts sollte dem Zufall überlassen werden.
Am 10. Juli war es dann so weit. Mein Flug ab Stuttgart stand bereit und meine Partnerin brachte mich zum Flughafen. Der obligatorische Ritus ( Kuss und Petri Heil ) und es ging los, der Insel aus Feuer und Eis entgegen. Wir näherten uns der Insel und flogen aus der Dunkelheit ins Licht. Der Anblick der Sonne kurz nach Mitternacht auf Island war Atemberaubend und ich merkte, das sich hier etwas Mystisches abspielte. Von dem Unternehmen wurde ich noch spät nachts abgeholt und verbrachte den nächsten Vormittag in Reykjavic. Besuche einiger Cafes und Shops und ein Spaziergang am Hafen folgten. Ich brannte regelrecht und auf dem Weg zur Lodge verschlug mir die Atemberaubende Landschaft die Sprache. Island – Insel aus Feuer und Eis. In der Tat eine Insel mit einer grandiosen Landschaft.

Unendliche Weite und eine Landschaft wie auf dem Mond
Ankunft an der Lodge um ca. 14 Uhr. Ich treffe meinen Guide, der mich eine Woche lang betreuen und Fahren wird. Aufgeregt stecke ich die Ruten zusammen und wir sind schnell Freunde. Mein Guide merkt, dass ich fürs Fischen lebe und wir beginnen unsere gemeinsame Woche um 16.00 Uhr. Die Fischerei vor Ort ist eine Rotationsfischerei. Man fischt von 7.00 bis 13.00 und von 16.00 bis 22.00 Uhr. Ich habe eine sogenannte Volle Rute gebucht und der zweite Fischer, der von Guide Thordur betreut wird , ist ein Ehepaar aus England, die sich die Rute teilen, wobei hauptsächlich der englische Gentleman fischt.
Als ersten Beat haben wir den untersten , Beat 1 direkt am Meer zugeteilt bekommen. Ich könnte schreien vor Glück, denn das ist einer der produktivsten an diesem Fluss. Kaum am Wasser zeigt uns Thordur eine Stelle, wo wir es versuchen sollen. Meinem Mitfischer möchte ich den Vortritt lassen, denn schließlich hat man ja eine Erziehung genossen und er ist der Ältere. Er besteht darauf,mir Jungspund den Vortritt zu lassen. Die Rute eine 15 Fuß lange Zweihand wird mit einer Tubenfliege bestückt und diese macht sich bei Windstärke 7 auf den Weg. Guide und Mitstreiter sind noch keine fünfzig Meter Unterhalb von mir und betreten das Fischer- Paradies, da denke ich noch- das kann nicht sein: Ist das ein Hänger des Schusskopfes auf dem Grund? Pustekuchen, der Tanz beginnt.....

056Ich hatte gerade die Schnur gemendet und war die letzten Meter am einstrippen da nahm der Lachs die blaue Tubenfliege. Der Fluss ist hier so breit wie ein Flussdelta mit mehreren Hundert Metern Breite. Der Fisch rennt förmlich ins Backing und meine Rolle gibt Geräusche von sich, die ich sehr mag. Es scheint als hätte ich Ihn kurz vor der Landung doch dann gibt er nochmals ca. 20 Min alles. Mein Guide hilft mir beim Keschern und dann liegt er vor mir : mein lang ersehnter Traum auf den ich so lange warten musste .Freude und tiefe Dankbarkeit überkommen mich und ich muss sagen ich hatte leicht feuchte Augen , aber ' Boys don´tcry '! Der Fisch ist ein Grilse mit ca. 12 Pfund – kein Riese wie in Norwegen etwa zu erwarten, aber ein Traum von einem Lachs. Kampfstark und extrem robust, welch ein Auftakt !

Mein Mitfischer Michael zeigt mit seiner Rutenspitze nach oben und jetzt wird mir klar, was hier läuft. Wir sind mitten in einen frischen Run gekommen und die Fische ziehen gerade den Fluss hinauf. Keine 4 Meter neben mir klatscht ein Fisch auf dem Wasser auf. Schnell lege ich meine Tubenfliege wieder gegen den Wind aus und beginne mit einem vorsichtigen Menden. Die Fliege taucht dank des schweren Sinkers schnell ab und beginnt sofort zu fischen. Nach ca. 15 weiteren Würfen komme ich dann ganz gut mit den Bedingungen zurecht : meine penible und sorgsame Vorbereitung zahlt sich nun aus. ( Tägliches Wurftraining bei allen Wetterkonditionen am Bodensee...) . Wieder steigt mir ein Lachs ein – die Schlaufe der Schnur lasse ich fallen und der Lachs hakt sich dann selbst, sobald er Schnur von der Rolle nimmt. Neben mir steht mein Guide und frägt mich, wie lange ich schon auf Lachs fische?! Er kann kaum glauben das ich eigentlich Anfänger bin ...welch Kompliment. Unterdessen beginnt am anderen Ende wieder das Wasser zu schäumen. Die Fluchten sind einfach unglaublich und der Lachs beschäftigt sich anscheinend gerne mit Luftakrobatik. Ein Bild das sich mir mein Leben lang einbrennt. Die Kulisse könnte besser nicht sein: ein vorbeiziehender Wolkenhimmel, ein Fluss so klar wie Gin und ein Fisch an der Leine der mir gerade alles abverlangt. Die Waage bleibt bei exakt 14 Pfund stehen .

Traumhafter Fisch aus traumhafter Kulisse. Der Lieblingspool des Autors im Hintergrund.
Mein englischer Mitstreiter fischt vergeblich eine Stunde lang ohne Fisch weiter und ich biete ihm meinen Pool an, den er mir gegeben hatte.Der Platzwechsel wirkt bei ihm Wunder und er hakt einen weiteren Fisch. Es ist unglaublich denke ich und kann kaum glauben hier zu sein. Meinen Körper durchfährt es und wieder rennt ein Lachs ins Backing! Dieser scheint echt wütend zu sein und es bereitet mir Probleme ihn zu halten. Ein Sprung ca. 60 m entfernt von mir beendet das Schauspiel und meine Schnur hängt durch – ausgeschlitzt.
Das gehört eben auch zum Lachsfischen. Unsere erste Session beenden wir mit insgesamt 5 Fischen und 3 Verlorenen! Ich muss im Himmel sein ....
Auf dem Weg zur Lodge freue ich mich auf ein Abendessen und genieße die unendliche Weite und den traumhaften Himmel. Alle anwesenden Fischer treffen sich gegen 22.30 zum Abendessen und es ist wie im Kino – Fliegenfischer aus aller Welt treffen sich hier. Japaner, Italiener, Engländer, Amerikaner und eben ein Junger Deutscher .Es wird gefachsimpelt und schnell fühle ich mich wie bei einer Gastfamilie. Das Essen ist sensationell, wenngleich wir erst um 1.00 Uhr fertig sind. Ich falle ins Bett und fühle mich wie im Himmel! Gott ist ein Fliegenfischer und liebt Lachsfischer....

Der nächste Morgen :
Mein Wecker klingelt und es geht früh los: 6 Uhr aufstehen, Frühstück wie im Hilton und Abfahrt um 6.45 Uhr zu unserem neuen Pool . Die heutige Fischerei ist wieder aufgeteilt in vier Pools die man so alle sieht und Fischen kann . Vor- und Nachmittags jeweils zwei – so hat jeder Gast die Chance an den besseren Pools zu fischen. Eine faire Art des Umgangs mit Gästen wie ich meine.
Unser Jeep jagt über die Piste und ist voll beladen: ein Guide mit 2 Hunden und insgesamt 3 Fischer sowie die Ruten auf dem Auto. Nebenher fachsimpeln wir über Gott und die Welt.In der Lodge bin ich jetzt schon das Küken, allerdings hat es sich unter den Guides herumgesprochen das ich ganz gut fische. Wieder das gleiche Ritual wie gestern -nur heute ausgeschlafen und mit der etwas kürzeren Rute. Der Pool ist schmaler und eher wie ein typischer Forellenfluss wie etwa die Dt. Traun Es gibt einen oberen Einstieg den man nach unten watend abfischt und einen unteren Abschnitt, der eher für Lauffaule geeignet ist. Selbstverständlich lasse ich dem Paar den Vortritt des unteren Teiles, wenngleich mir der Anblick des Pools den Atem stocken lässt. Im glasklaren Wasser stehen mindestens 10 Lachse.

Ich werde ca. 2 km Flussaufwärts gefahren und bin nun auf mich alleine gestellt. Mein Guide gibt mir noch seine Lieblingsfliege und weitere Hinweise wo ich besonders sorgsam ausfischen solle. Die schwere Sinkleine habe ich heute nicht dabei, sondern einen Intermediate, da das Wasser nur etwa 1 m Tiefe hat.
Ich inhaliere gerade die kostbare Ruhe und die klare Luft, als es wörtlich einen Schlag auf meine schnell geführte Red Francis Tubenfliege tut. Glauben Sie mir es gibt keine hässlichere Fliege als diese. Der Fisch hat unglaublich aggressiv genommen und mich in meinem Halbschlaf überrascht. ' Immer konzentriert fischen ' höre ich Thordur noch sagen... Das Schauspiel dauert wenige Sekunden, dann herrscht wieder Ruhe.
Das kann einfach nicht sein, das ich so einen Fisch versemmle, denke ich und fische nun höchst konzentriert weiter. Der Wind schläft beinahe komplett ein und es wird mir fast zu warm. Nach erneutem Wurf platziere ich die Francis kurz hinter einem Stein und habe sofort einen Take. Die Kraft des Fisches ist einfach unglaublich und macht in dem schnellen Wasser und mit leichterem Gerät unglaublich Spaß! Nach 10 Min. sehe ich den Fisch zum ersten Mal und muss zu meinem Entsetzen feststellen, dass ich keinen Kescher dabeihabe. Die letzte Flucht und dann lande ich ihn mit einem beherzten Schwanzwurzelgriff! Ein Schrei der Freude und der Silberbarren liegt vor mir. Den Fisch entnehme ich, da er stark blutet und außerdem esse ich auch gerne Lachs. Die Fangstelle riecht nach Fisch und wieder werfe ich Sie an! Keine 10 Würfe später habe ich erneut Ärger am anderen Ende der Leine. Wieder fange ich einen ganz frischen Grilse mit ca. 10 Pfund und voller Meerläuse.Danach stecke ich mir eine Zigarre an und muss mich sammeln: keine Stunde gefischt und schon 2 Fische sowie einen Aussteiger! Das gibt es nicht..... Es beginnt wieder stark zu winden und ich muss weiter abwärts meinen Freunden entgegen. Das Wetter auf Island ist in der Regel relativ mild, jedoch kann es innerhalb kürzester Zeit schnell wechseln.

Bis zur Ankunft an der verabredeten Stelle kann ich noch drei weitere Lachse haken, wobei mir zwei weitere ausschlitzen. Mittlerweile habe ich die Fliege gewechselt und fische eine German Snaelda. Eine Fliege die einem Deutschen Fanshop zu Fussball WM entsprungen sein könnte – allerdings extrem fängig und heftige Takes sind garantiert. Ein Guide sagte einmal dass ein guter Forellenfischer auch ein guter Lachsfischer sei. Er sollte Recht behalten. Unsere Morning Session bringt mir also insgesamt 6 Fische! Mittagspause mit köstlichem Essen und Cafe zur Stärkung folgen. Ich setze mich auf die Terrasse meiner kleinen Hütte und lasse die Zeit nochmals Revue passieren. Im Hintergrund der Vulkan Hekla und einige Möven die über mir Kreisen. Bevor ich sterbe möchte ich nochmals hierher.

Die Nachmittags Session beginnt um 16.00 Uhr , also stehe ich um 15.30 fertig in Wathosen vor dem Haupthaus und warte auf meine Mitstreiter. Bloß keine Zeit verlieren, denn es ist um mich geschehen, ich habe hohes Lachsfieber. Guide Thordur bemerkt dies und besorgt mir schnell ein wirksames Medikament. Klares Wasser und der Pool wirken schnell und die grandiose und Atemberaubende Kulisse versetzten mich in ein Gefühl der absoluten Zufriedenheit. Was bin ich für ein Glückspilz das ich so etwas erleben darf.

Es ist traumhaft der Frau meines Mitfischers beim Werfen zuzusehen – wie eine Künstlerin zeichnet Sie mit der Rute als Pinsel ein Gemälde in den Himmel. In Worten ist meine Gemütslage nicht zu fassen und auch beim Schreiben dieser Zeilen werde ich irgendwie Wehmütig. Die Freiheit und das Gefühl der Weite und Geborgenheit in dieser kraftvollen Natur wecken auch noch heute eine tiefe Demut in mir. Es ist nicht selbstverständlich, ein solch intaktes Ökosystem vorzufinden.
Beim Abendessen macht dann schnell die Runde, das der Junge Deutsche heute zugschlagen hat und es wird wieder spät .Schnell noch ein Anruf bei meiner Frau, denn man will Glücksgefühle ja auch teilen.
Die nächsten Tage vergehen wie im Flug und es läuft einfach sensationell: bis zu meinem fünften Tag kann ich ca. 25 Lachse verbuchen und verliere etliche weitere. Mit jedem weiteren Tag kommen mehr Grilse in den Fluss , die im Durchschnitt 8-10 Pfund haben. Keine Giganten , jedoch ganz zähe Burschen und extrem kampfstark. Ein bisschen erinnern sie mich an Wikinger die wütend sind !
An meinem vorletzten Tag erlebe ich meinen ganz persönlichen Krönungstag und verfalle in das totale Glück.Es ist heute mein Geburtstag und ich freue mich wie ein kleines Kind! Als Gäste habe ich meinen Guide, meine Mitfischer und etliche Lachse geladen. Das Frühstück beginnt fulminant wie immer und schnell wird klar, es soll ein besonderer Tag für mich werden.
Mein Team und ich bekommen heute die Chance an einem der schönsten Plätze der Welt zu Fischen. Beat Nr. 4 an der West Ranga – oder auch Waterfall Beat genannt. Wir fahren pünktlich um 6.30 Uhr ab, da mein Englischer Freund wie ich auch, zum Fischen und nicht zum Ausschlafen hier sind.
Mir raubt es beinahe die Sprache als wir endlich ankommen. Unsere am frühen Morgen präparierten Zweihänder nehmen wir alle mit, denn ein Vorfachbruch oder ein Fliegenwechsel dauert zu lange! Jede Minute an diesem göttlichen Flecken Erde soll genutzt werden. Ich hatte im Vorfeld gelesen, dases Sinn macht zweimal die gleiche Ausrüstung mitzunehmen – nicht nur falls etwas kaputt geht, sondern einfach auch um Zeit zu sparen . Wir eilen an den Wasserfall und sehen von weitem schon die ersten Lachse springen. Die Lachse haben hier eine natürliche Barriere und müssen über eine Fischtreppe weiter. Es ist also wie ein Stoppschild und nicht auszumalen was hier unter Wasser los ist. Die Schussköpfe fliegen dem Fisch entgegen und es dauert keine Viertelstunde dann krümmt sich meine Rute. Der Fisch kommt sofort aus dem Wasser und bremst nach dem ersten Run von ca. 50 Metern. Das ist er also:mein Geburtstagslachs! Dank des sauerstoffreichen Wassers sind die Fische sehr kampfstark und immer wieder rennt er in mein Backing. Herrlich die Musik der Rolle! Auch die englische Abteilung ruft mir 'Salmon ! 'zu und wir drillen um die Wette. Ich lande nach tollem Kampf einen schönen 11 Pfünder. Der Bann ist für heute gebrochen und das Tosen des Wassers klingt wie Beifall. Wieder geht die Tubenfliege auf Schleichfahrt und ein Silberbarren schlägt nach kurzer Drift wieder zu. Ausgeschlitzt !

Paradies auf Erden.
Wir stehen im Paradies und Fischen bis ich unglaubliche 8 Lachse für mich verbuchen kann. Vier weitere gehen verloren, doch das spielt keine Rolle. Der Vorhang fällt als die nächste Gruppe ankommt und wir den Pool räumen müssen!Jetzt haben wir keine Eile mehr und lassen uns treiben. Einige Fotos als Andenken und eine gemeinsame Zigarre am Ufer später. Noch immer ist mein Geist gefüllt von dieser Landschaft und dieser Weltklasse Fischerei. Wir schauen unseren Nachfolgern noch eine Weile zu und sind erstaunt das nun Ruhe einkehrt – ich denke wir waren zur rechten Zeit am rechten Ort.

Auf dem Weg zu unserem nächsten Pool geht es lustig im Auto zu. Der Tag kann nicht getoppt werden und dessen sind wir uns bewusst.
Nach dem Mittagessen fischen wir den Homepool , die Strecke direkt vor der Unterkunft. Stressfrei und glücklich habe ich Spaß am Werfen und kann mir nicht vorstellen, dass das Leben schöner sein könnte.Nocheinmal habe ich das Glück 2 Fische zu erwischen und fange meinen Größten einen 16 Pfund schweren Grilse.
Der Tag hat noch wenige Stunden, da erhält unser Guide einen Anruf. Sein Kollege meldet sich und bietet an , nochmals Beat 1 am Meer zu Fischen, da 2 Kunden Verspätung wegen Ihres Fliegers haben. Des einen Leid , des anderen Freud grinse ich.....Wir rasen über Vulkanerde dem Meer entgegen und ich schmiede Pläne hier zu bleiben. Soll ich mich als Guide bewerben? Es ist zu schön ! Gleicher Pool wie am ersten Tag und es kann losgehen.
Nach derSessio ,Fototerminmit 5 Grilsen im Gras und ich werde wohl heute Abend einen ausgeben müssen. Meine Lieblingsfliege schlug wieder zu.
Die Nacht wird lang und mein Geburtstag der wohl bisher Schönste den ich erleben durfte. Am nächsten Tag nehme ich beim Fischen Abschied und es spielt keine Rolle ob noch was geht. Meine Erinnerungen wird mir niemals jemand nehmen können. Meinem Guide verspreche ich wiederzukommen und schenke ihm ein persönliches Andenken .Er hat seinen Job großartig gemacht und wir sind noch heute Freunde.
Auf der Rückfahrt zum Flughafen merke ich wie extrem müde ich bin. Eine Woche habe ich wie ein Wahnsinniger die Fluten durchpflügt. Ich habe Erfahrungen gesammelt und Freundschaften für das Leben geschlossen. Ich bin unfassbar dankbar für das hier erlebte und habe beschlossen die nächsten Wochen auch daheim nicht an meinWasser zu gehen. Manchmal muss man Erlebtes einfach stehen lassen und verarbeiten. Wie in meinem Lieblingsbuch träume ich von dem kristallklaren Wasser und dem Erlebten. Ich werde von Wassern verfolgt.
Wenige Wochen nach meiner Rückkehr.
Ich kann nicht schlafen und sitze vor meinem PC. Meinem Vater habe ich die Bilder gezeigt und geschildert was ich hier erlebte. Wir haben beschlossen das wir dies noch einmal gemeinsam sehen möchten. Sie wissen ja: Glück und Schönes möchte ich immer teilen.
Mein Projekt begann also wieder. Einem absoluten Anfänger das Werfen und Fischen beizubringen. Es sollte Erfolg haben. Aber dazu mehr ein anderes Mal.
Seit meinem ersten Besuch sind einige Jahre vergangen und ich bin Lachssüchtig. In der Zwischenzeit bin ich mehrfach zurückgekehrt und arbeite für Arni Baldursson und Lax-a. Bei jedem Kunden möchte ich mein in der Zwischenzeit erworbenes Fachwissen weitergeben - Sie wissen ja: Schönes möchte ich gerne teilen.
Wenn Sie Fragen haben, dann lassen Sie es mich wissen. Ich bin begeisterter Fliegenfischer und stehe Ihnen mit Rat und Tat zur Seite. Auch ich habe durch Freunde sehr profitiert und dazugelernt. Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

„ Man kann nur das weitergeben, wo man selbst mit Herz dahintersteht"